A1 weibl. - Archiv - Saison 08/09

 

NRW-Liga: 0. Spieltag - 14.06.2009 - weibl. A1
RR Vilsbiburg - SG FdG Herne 2 - 1 ( 25:27 25:16 15:12 )
SSG Etzbach - SG FdG Herne 2 - 0 ( 25:21 25:17 )

Deutsche Meisterschaft: Da war mehr drin

Mit Rang 15 mussten sich die FdG-Volleyballerinnen bei der U20-DM in Etzbach zufrieden geben. Insgeheim hatten sie sich zwar mehr erhofft, doch am entscheidenden ersten Wettkampftag lief es nicht wirklich rund und am Ende fehlten neben dem notwendigen Quäntchen Glück leider auch einige wenige Ballpunkte, die sie vom anvisierten Mittelfeldplatz trennten.


SCU Emlichheim – SG FdG Herne 2-0 (25:20, 25:16)

Bereits nach dem Abschlusstraining am Freitag entschied das Trainerduo Bando/Zwingmann in der Auftaktbegegnung gegen SCU Emlichheim nicht auf Sieg zu setzen, sondern auf Schonung für die beiden weiteren Spiele. „Die haben keine Schwächen“ kommentierte Coach Zwingmann das von ihr genauestens beobachtete Training des Zweitligisten aus Niedersachsen und zeigte sich besorgt um die Gesundheit ihrer Schützlinge: „Besser, wir gehen mit Helmen aufs Feld“. Doch ihr Team sah das anders. Auch ohne die angeschlagene Jana Kruska brachten sie den Favoriten in Verlegenheit, führten plötzlich mit 14:9, konnten aber den Vorsprung nicht ins Ziel bringen und mussten damit der taktischen Vorgabe am Ende doch leider Folge leisten.


TSV Speyer – SG FdG Herne 2-0 (25:19, 25:23)

In der zweiten Vorrundenbegegnung stand die Überraschungsmannschaft des Turniers, der spätere Bronzemedaillengewinner TSV Speyer auf der anderen Netzseite. Noch bevor die Hernerinnen realisierten, wie gut das äußerst kompakt stehende Team aus Rheinland-Pfalz wirklich ist, war der erste Satz auch schon mit 19:25 bei der Konkurrenz. Zwar konnten die FdG-lerinnen im zweiten Durchgang noch zulegen, doch Speyer hielt insbesondere mit brillanter Block- und Feldabwehr wie auch enormem Kampfgeist dagegen und brachte mit 25:23 denkbar knapp, insgesamt aber verdient Satz und Spiel auf die Habenseite.


Chemnitzer PSV – SG FdG Herne 2-1 (20:25, 25:17, 15:11)

Gegen die bislang ebenfalls sieglosen Chemnitzer war im letzten Vorrundenspiel also ein Sieg Pflicht, um sich noch für’s Achtelfinale zu qualifizieren und das galt umgekehrt genauso. Erwartungsgemäß kam’s somit zum großen Showdown, bei dem die „Fighting Kangaroos“ aus Sachsen ihrem Namen alle Ehre machten und nach einem packenden Kampf den Tiebreak knapp für sich entscheiden konnten. Der Traum von einer Platzierung im Mittelfeld war damit ausgeträumt. Herne spielte nur noch um die Plätze 13 bis 16.


SG FdG Herne – RR Vilsbiburg 1-2 (27:25, 16:25, 12:15)
SSG Etzbach – SG FdG Herne 0-2 (21:25, 17:25)


Die Leistungsdichte bei dieser DM bekam aber nicht nur FdG zu spüren, sondern auch einer der Titelanwärter. Die Roten Raben aus Vilsbiburg meinten, gleich zwei ihrer Jugendnationalspielerinnen schonen zu können und wurden dafür bitter bestraft. Trotz eines Sieges in der Vorrunde reichte es für die Bayern aufgrund des schlechteren Ballverhältnisses nicht für das Erreichen des Achtelfinales, so dass die FdG-lerinnen völlig unerwartet im Kampf um die hinteren Plätze auf den Vorjahresmeister in der U18 trafen. Das motivierte natürlich, doch im vierten Spiel des Tages bei Temperaturen von mittlerweile um die 30 Grad in der Halle merkte man beiden Teams an, dass eigentlich nichts mehr ging. Im ersten Durchgang quälten sich die Hernerinnen zu einem 27:25 Erfolg, bevor die Roten Raben ohne größere Gegenwehr den Tiebreak erzwangen. Mit letzter Kraft versuchten die FdG-Mädels noch einen Achtungserfolg zu erzielen, doch auch das war ihnen nicht vergönnt. Sie unterlagen mit 12:15 und hatten am Folgetag damit nur noch die Aufgabe, die rote Laterne Ausrichter Etzbach zu überlassen, was mit einem ungefährdeten 2:0 Sieg auch gelang.


Deutscher Meister wurde erwartungsgemäß Topfavorit Schwerin. Der SSC musste sich zwar unerwartet in der Vorrunde dem Dresdner SC im Tiebreak mit 16:18 geschlagen geben, setzte sich aber ab dem Achtelfinale souverän durch und selbst NRW-Meister Bayer Leverkusen hatte im Finale kaum etwas entgegenzusetzen.


Immer gut zu erkennen: die FdG-Fans


Leider nur bedingt einsatzfähig, nach und nach aber wieder mit dem bekannten Biss: Jana Kruska


Konnten am zweiten Spieltag schon wieder lachen, wenn auch etwas verhalten: die U20 nach dem Sieg gegen Ausrichter Etzbach

Westdeutsche Meisterschaft: 5. Spieltag - 01.03.2009 - weibl. A1
SG FdG Herne - VC Essen Borbeck 2 - 0 ( 26:24 25:20 )
SG FdG Herne - Bayer 04 Leverkusen 2 - 0 ( 25:21 25:22 )

FdG löst DM-Ticket und wird Westdeutscher Vizemeister

Verdutzte Gesichter selbst im Herner Anhang. Wo ist die DM? Wann ist die DM? Fragen, die in den Jahren 2005 und 2006 noch spontan beantwortet werden konnten, weil damals mit einer Qualifikation zu rechnen war. Doch ab B-Jugend aufwärts hat sich um diese Antworten niemand mehr geschert. Da trifft man bei Westdeutschen Meisterschaften eigentlich nur noch auf Kader- und Jugendnationalspielerinnen, die im Minimum als Damen in der dritten Liga spielen und die DM-Quali für gewöhnlich unter sich ausmachen. Ganz unter sich? Nein! Ein von unbeugsamen Volleyballerinnen bevölkertes Städtchen im mittleren Ruhrgebiet hört nicht auf, den „Etablierten“ Widerstand zu leisten und was für einen.



Dabei fing es nicht unbedingt viel versprechend an. In der vermeintlich leichtesten Vorrunde wurde Ausrichter Ibbenbüren zwar deutlich mit 2:0 besiegt, im anschließenden Gruppenspiel gegen SG Borken/Burlo hakte es im zweiten Satz aber schon gewaltig und auch den Tiebreak konnten die FdG-Teenies nur denkbar knapp mit 15:13 nach Hause bringen. Zwar wären sie auch mit einer Niederlage weitergekommen, hätten aber als Gruppenzweiter einen stärkeren Viertelfinalgegner gehabt, zumindest auf dem Papier. Doch es kam anders. Denn erstmals wurde der Gegner zugelost und das war kein geringerer als der RC Sorpesee, ein Titelaspirant, den man frühestens im Halbfinale erwartet oder wie 2005 im Finale gerne bezwungen hätte. Um diesem Gegner Paroli zu bieten, musste schon eine ganz erhebliche Leistungssteigerung her und die stellte sich bei dem als Turniermannschaft schon gefürchteten Herner Team in einem Maße ein, dass es selbst den Sauerländern Fans die Sprache verschlug, den Hernern sowieso. Hochkonzentriert ging das von Monika Bando gecoachte Team in die Partie, entschärfte die bekanntermaßen harten RCS-Angaben, münzte diese gekonnt zum eigenen Spielaufbau um, baute den Vorsprung konsequent bis auf sechs Zähler im ersten Durchgang aus, um im zweiten Satz nahtlos an diese Leistung anzuknüpfen. Sorpesee lag schon nahezu hoffnungslos zurück, zeigte aber alte Tugenden, kämpfte sich noch mal heran und glich bei 22 Zählern aus. Doch einen weiteren Tiebreak ließen die FdG-Girls nicht zu, schickten die Sauerländerinnen kurzerhand in den Kampf um die Plätze 5 bis 8, um selbst ins Halbfinale einzuziehen. Die erste Überraschung war damit gelungen.



Doch es sollte noch besser kommen. Mit dem VC Essen-Borbeck wartete ein weiterer Titelanwärter auf der anderen Netzseite und auch da kamen Erinnerungen hoch. 2004 unterlag Herne vor eigenem Publikum im Halbfinale und nahm 2006 Revanche, schnappte dem VCB in Essen das begehrte DM-Ticket vor der Nase weg. Wie würde das dritte Aufeinandertreffen in einem Halbfinale -diesmal auf neutralem Boden- wohl enden? Essen jedenfalls war gewarnt, zeigte sogar Nerven, flog über Nacht alle Stars ein und stellte selbst die angeschlagene Jugendnationalspielerin Anna Hoya aufs Feld, um dieses Spiel zu gewinnen. Und das Konzept schien zunächst auch aufzugehen. Herne lag recht schnell mit 16:11 hinten. Doch dann kam der Favoritenschreck richtig in Fahrt, zeigte phänomenalen Kampfgeist, kratzte die unmöglichsten Bälle vom Boden und baute damit noch Angriffe auf, dass den Essenern Hören und Sehen verging. Eine nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd nahm ihren Lauf. Punkt für Punkt schmolz der Borbecker Vorsprung dahin. Ausgleich bei 22 Zählern, der Siedepunkt war erreicht. Trainerin Bando bringt als Aufschlagjoker Melina Aven und die serviert platziert, beschert Herne die Führung und in weiterer Folge den verdienten Satzgewinn mit 26:24. Was für ein Spiel. Und die FdG-Mädels blieben am Ball, nahmen den Schwung der Aufholjagd mit in den zweiten Durchgang und ließen den VCB nicht mal mehr am Satzgewinn schnuppern. Mit 25:20 wurden sowohl die Finalteilnahme und als auch die DM-Qualifikation gesichert. Die Sensation war perfekt.



Vor dem Hintergrund dieses unerwarteten Erfolges tat die anschließende Niederlage gegen das aus Erst- und Zweitligaspielerinnen bestehende Team von Bayer 04 Leverkusen nicht mehr weh. Zum vierten Mal seit 2002 trafen beide mittlerweile befreundeten Mannschaften in einem Finale aufeinander und ebenso oft ließ Herne den Rheinländerinnen den Vortritt. Als Endspielgegner ist Herne beliebt, als Halbfinalgegner dagegen nicht. Das musste Leverkusen im Jahre 2005 selbst erfahren und dieses Jahr traf es mal wieder Borbeck. Das Leben ist halt nicht leicht für die Spielerinnen, die als Besetzung in den befestigten Städten Essen, Sundern, Münster etc. auf dem Plan stehen, jedenfalls dann nicht, wenn sie im Halbfinale auf FdG Herne treffen. Das haben die Mädels wieder einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, diesmal sogar in der „Königsklasse“.



Die Deutsche Meisterschaft -das wurde mittlerweile eruiert- findet übrigens am 13./14. Juni im rheinland-pfälzischen Etzbach statt.



Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Joelle Pospiech, Jana Kruska, Nadja Peters, Julia Röchner, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann


Angesichts dieses Blockes von Jenny Heisel und Alex Friedrich schlägt Essen vorbei und ins Aus


Jubel nach verwandeltem Matchball und gelöstem DM-Ticket


Die Vizemeister mit FdG-Combo (v.l.n.r.: Tick, Trick u. Track)

NRW-Liga: 4. Spieltag - 07.12.2008 - weibl. A1
SG FdG Herne - RC Sorpesee 2 - 1 ( 25:18 24:26 15:12 )
SG FdG Herne - SV BW Dingden 2 - 0 ( 25:21 25:19 )

weibl. A-Jugend sichert sich den zweiten Tabellenplatz und die WDM-Teilnahme in Ibbenbüren

Mit zwei weiteren Siegen gegen RC Sorpesee und SV BW Dingden schließt die weibliche A-Jugend die Saison auf Platz zwei in der NRW-Liga hinter Bayer Leverkusen ab und hat sich damit zugleich direkt für die Westdeutsche Meisterschaft am 28.02./01.03.2009 in Ibbenbüren qualifiziert.

Spannend verlief die erste Partie gegen die Sauerländerinnen. Sorpesee beeindruckte wie immer mit erfrischendem Angriffsvolleyball. Druckvolle Angaben insbesondere von Lisa Schulte-Schmale machten den Hernerinnen hier und da zu schaffen, zumal Abwehrspezialistin Nadja Peters immer noch erkrankt ist, FdG somit ohne Libero auskommen musste. Und wenn eine Laura Feldmann aus dem Hinterfeld abspringt, der Ball aber mitten im Herner Feld einschlägt, dann sieht das nicht nur gut aus, sondern ist zudem äußerst effektiv. Genau das gelang aber nicht immer, denn insbesondere Jenny Heisel hatte was dagegen und blockte weg, was nur ging. Das war auch gut so, denn wenn der Ball durchkam, hatte die Feldabwehr kaum noch eine Chance und ohne Libero schon gar nicht. So entwickelte sich das, was gemeinhin als offener Schlagabtausch bezeichnet wird, sehr zur Freude des Publikums. Bis zum 15:15 herrschte im ersten Satz völlige Ausgeglichenheit, bevor Herne davonziehen konnte und auch der zweite Durchgang verlief ähnlich. 9:9, 16:16, 20:20 hießen die Stationen, dann konnte Herne erstmals in Führung gehen und alles sah schon nach einem Zweisatzsieg aus. Doch der RCS bäumte sich nochmals auf und hatte dann auch das glücklichere Ende für sich – Tiebreak. Auch hier dasselbe Bild: Volleyball vom Feinsten und ein Kopf an Kopf Rennen bis zum 11:11, bevor Isi Zwingmann mit drei geradewegs filigranen Angaben für die Vorentscheidung sorgte. 15:12 für FdG hieß es kurze Zeit später und die direkte Qualifikation für die Westdeutsche war unter Dach und Fach.

Aber auch das zweite Spiel mit FdG-Beteiligung sollte spannend werden. Nachdem sich der SV BW Dingden zuvor unerwartet und denkbar knapp im Tiebreak gegen Sorpesee durchgesetzt hatte, fehlte den Blau-Weißen nur noch ein einziger Satz, um Sorpesee vom vierten Tabellenplatz, der ebenfalls zur direkten Teilnahme an der Westdeutschen Meisterschaft berechtigt, zu verdrängen. Dementsprechend motiviert ging Dingden ins Spiel und zunächst auch in Führung. Doch Herne konterte, glich bei sechs Zählern aus und erhöhte bis zum Ende auf vier Punkte Vorsprung. Im zweiten Durchgang gaben die Blau-Weißen noch mal alles, aber spätestens hier zeigte sich, dass das Spiel gegen Sorpesee zuviel Kräfte gekostet hatte. Bis zum 10:10 konnten sie noch mithalten, dann zog Herne davon und sicherte damit dem RCS den letzten direkten Qualifikationsplatz für Ibbenbüren. Dingden muss damit in die Qualifikationsrunde, dürfte mit der heute gezeigten Leistung aber sicherlich auch dabei sein.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann


Nicht nur im Angriff, sondern insbesondere mit tadelloser Blockarbeit sicherte Jenny Heisel heute jede Menge Punkte


Ein Spielstand, der eigentlich jeden Bericht ersetzt


Nimmt Maß und schlägt zu: Joelle Pospiech

weibl. A-Jugend NRW-Liga - 3. Spieltag – 02.11.2008

SG FdG Herne – USC Münster 2–0 (25-20, 25-14)
SG FdG Herne – TSV Bayer 04 Leverkusen 1–2 (25-21, 20-25, 17-19)

Mit einem deutlichen Sieg gegen den USC Münster und einer äußerst knappen Niederlage gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen machte die weibliche U20 einen weiteren Schritt in Richtung „direkte Qualifikation“ für die Westdeutsche Meisterschaft am 28.02./01.03.2009.

Da parallel zum heutigen NRW-Liga-Spieltag das WVV-Pokalfinale stattfand, musste der USC Münster heute ohne seine Bundesligaspielerinnen auskommen. Gegen die so geschwächten Münsteraner hatte das FdG-Team keinerlei Probleme. Lediglich in der Startphase gelang es dem USC, einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Der schmolz jedoch ebenso schnell wieder hin wie Butter in der Mikrowelle. Punkt für Punkt bauten die Hernerinnen  ihre Führung aus und bei 20 Münsteraner Zählern war Schluss. Ein ähnliches Bild im zweiten Satz. Bis zum siebten Punkt konnte Münster noch einigermaßen mithalten, dann folgte der Einbruch. 25:14 hieß es kurze Zeit später.

Mit nahezu demselben Ergebnis wurde Münster im unmittelbar anschließenden Spiel von Bayer Leverkusen nach Hause geschickt, so dass die letzte Begegnung des Tages zum erhofften Spitzenspiel wurde, zumal mit Herne und dem Favoriten Leverkusen die beiden bislang noch ungeschlagenen Tabellenführer aufeinander trafen.

Personalprobleme hatte Leverkusen jedenfalls nicht. Die gleich mit fünf Zweitligaspielerinnen angereisten Rheinländerinnen wurden ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht. 3:7 stand es kurz nach Beginn bereits aus Herner Sicht: Auszeit. Was Trainerin Zwingmann ihren Schützlingen mit auf den Weg gab, ist nicht überliefert, hat aber wohl geholfen. Ebenso motiviert wie konzentriert holten die FdG-lerinnen auf, glichen bei 16 Zählern aus, um dann in Führung zu gehen. In dieser Phase spielte Herne wie aus einem Guss. Selbst aus der Bedrängnis heraus machten sie noch Zählbares. Insbesondere Alex Friedrich ließ es sich nicht nehmen, gegen ihre Ex-Mannschaftskolleginnen von Bayer zu punkten und immer wieder wurde auch Jenny Heisel von Zuspielerin Julia Röchner in Szene gesetzt, die sich ihrerseits mit sehenswerten Abschlüssen bedankte. Selbst von zwei Auszeiten bei 18:16 und 21:17 ließen sich die Hernerinnen nicht mehr aus der Spur bringen und der Satzgewinn war der verdiente Lohn.

Und Herne konnte sogar noch zulegen. Beim Stande von 10:5 im zweiten Durchgang sah es schon nach einem Desaster für Leverkusen aus, doch die „Bayerinnen“ konnten das Blatt noch mal wenden, starteten ihrerseits beim Stande von 13:8 eine furiose Aufholjagd, glichen bei 18 Punkten aus und erzwangen mit 25:20 den Tiebreak und der hatte es in sich, war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Stationen: 3:0 Führung für Herne, Ausgleich durch Leverkusen, erneute Führung von Herne, Seitenwechsel beim Stande von 8:5, Angabenserie von Anna Karthaus, 8:10, 10:12, erster Matchball beim Stande von 13:14 abgewehrt, Matchball für Herne abgewehrt, zweiter Matchball für Leverkusen abgewehrt usw. Was beide Teams hier boten war Volleyball vom Feinsten und würde es in diesem Sport ein Unentschieden geben, dieses Spiel hätte es verdient gehabt. Letztlich jedoch konnte Leverkusen das glücklichere Ende für sich verbuchen und beendete den Krimi mit 19:17.

In der Tabelle bleibt damit alles beim Alten. Leverkusen behält seinen ersten Platz und Herne den zweiten.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Nadja Peters, Julia Röchner, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann


Elegant am Münsteraner Block vorbei geschlagen: Jana Kruska


Vom Schiedsgericht übersehen wurde diese Netzberührung von Anna Karthaus, die im Übrigen aber durch tadellose Leistung bestach und Bayer Leverkusen in kritischen Situationen immer wieder nach vorne brachte.


Scheitert am Bayer-Block: Gianna Castiglione

weibl. A-Jugend NRW-Liga - 2. Spieltag – 19.10.2008

SCU Lüdinghausen – SG FdG Herne 1–2 (16-25, 25-19, 9-15)
VC Bottrop 90 - SG FdG Herne 0–2 (13-25, 19-25)

Mit vier weiteren Punkten im Gepäck kehrte die weibliche A-Jugend auch am zweiten Spieltag nach Herne zurück.

In der Auftaktbegegnung gegen Gastgeber Lüdinghausen sah alles zunächst nach einer klaren Sache für Herne aus. Ein Sieben-Punkte-Vorsprung war bereits bei zwölf Zählern erreicht und wurde bis zum Schluss sogar ausgebaut und auch im zweiten Durchgang sah es beim Stande vom 9:5 nicht gut aus für die Gastgeber. Doch dann riss der Faden im Herner Spiel, Lüdinghausen gewann plötzlich die Oberhand und holte Punkt für Punkt auf. Dass ein Trainer so was nicht gerne sieht, ist klar, aber mit der Entscheidung, zuerst Alex Friedrich vom Feld zu holen und dann auch noch Gianna Castiglione, tat Coach Monika Bando sich, den Einwechselspielern und dem Team insgesamt keinen Gefallen. Dieses Experiment war bereits am Vortage im Verbandsligaspiel gegen TV Gladbeck II gescheitert und war auch diesmal zum Scheitern verurteilt. Lüdinghausen spielte sich geradewegs in einen Rausch, dem Herne bis zum Schluss nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Offenbar in der Erkenntnis, hier einen Fehler gemacht zu haben, bekam die Start-Sechs von Trainerin Bando im Tiebreak eine zweite Chance, musste nun aber gegen die durch den unverhofften Satzgewinn stark euphorisierten Lüdinghausener richtig kämpfen. Bis zum Seitenwechsel beim Stande von 8:7 aus Herner Sicht war es ein Kopf-an-Kopf Rennen. Nunmehr wurde nicht nur auf Herner Seite jeder Ball vom Boden gekratzt, sondern auch von den 81m², die Lüdinghausen zu verteidigen hatte. Allzu oft ging in dieser Phase auf beiden Seiten verfrühter Jubel los, der in einem respektvollen Raunen endete, weil der Angriff doch noch abgewehrt werden konnte. Das war Volleyball vom Feinsten, was beide Teams da boten. Mit dem Seitenwechsel war der SCU im wahrsten Sinne des Wortes niedergekämpft und Herne konnte den Tiebreak dann noch recht deutlich auf der Habenseite verbuchen.

Im zweiten Spiel des Tages stand der VC Bottrop auf der anderen Netzseite und der schien angesichts des zuvor Ges(ch)ehenen traumatisiert. Das eröffnete Trainerin Bando neue Möglichkeiten zum Experimentieren und diesmal gelang das auch. Im zweiten Satz blieben sogar mit Gianna Castiglione, Alex Friedrich und Jana Kruska gleich drei Stammspielerinnen auf der Bank, während auf dem Feld die halbe B-Jugend spielte und Selbstbewusstsein tanken konnte. Ausgewechselt wurde nicht mehr und dennoch ein 25:19 eingefahren.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Joelle Pospiech, Jana Kruska, Nadja Peters, Julia Röchner, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann

 


Schön herausgespielt war der SCU-Angriff, die anschließende Netzberührung kostete jedoch den Punkt.


Gut in Form zeigte sich Isabelle Zwingmann, die selbst aus dieser Situation noch Zählbares machte.


Da wollte Bottrop schon anfangen zu jubeln, doch Libero Nadja Peters vereitelte den Punkt

Weibl. A-Jugend NRW-Liga - 1. Spieltag - 31.08.2008


VC Essen-Borbeck – SG FdG Herne 1–2 (26-24, 15-25, 8-15)
VC Eintracht Geldern - SG FdG Herne 0–2 (8-25, 7-25)



Es gibt Tage im Leben einer Trainerin, da hätte frau besser zu Hause die Füße hochgelegt. So oder ähnlich dürfte es Ulrike Zwingmann zumindest am Morgen des ersten Spieltages gegangen sein.

Ausgerechnet Zuspielerin Julia Röchner quittierte aufgrund eines fiebrigen Infektes den Dienst am Ball und gleich im ersten Spiel ging es gegen keinen geringeren Gegner als den Westdeutschen Meister und DM-Dritten VC Essen-Borbeck. Mit Isabelle Zwingmann, die Julia Röchner möglicherweise hätte ersetzen können, Jenny Heisel und Neuzugang Joelle Pospiech waren leider drei weitere Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen. Von daher blieb keine andere Wahl, als die eigentlich in der Abwehr dringend benötigte Gianna Castiglione auf die Zuspielposition zu setzen und die erwies ihrem bekannt guten Ruf als Universalspielerin mal wieder alle Ehre.

Einen Satz brauchte das zwangsweise neu formierte Team, um sich zu finden, dann gab's kein Halten mehr. Bereits das äußerst knappe Ergebnis des ersten Durchganges belegte deutlich, dass Essen auch mit einer "Notbesetzung" schlagbar war. Gianna Castiglione wuchs immer mehr in ihre neue Aufgabe hinein und setzte den Angriff teilweise brillant in Szene. Dementsprechend deutlich ging der zweite Satz an Herne und auch im folgenden Tiebreak ließen die jungen FdG-lerinnen nichts mehr anbrennen. Der VC Eintracht Geldern, gegen den sie in der letzten Saison noch mit 0:2 verloren hatten, kassierte im zweiten Spiel des Tages sogar die Höchststrafe: zweimal einstellig.

Nachmittags konnte die Trainerin dann tatsächlich ihre Füße hochlegen, allerdings in der erfreulichen Erkenntnis, dass es notfalls auch ohne ihre "Trickkiste" (O-Ton Zwingmann über Zuspielerin Julia Röchner) geht und das ist ein sanftes Ruhekissen.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Joelle Pospiech, Jana Kruska, Nadja Peters, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann

Nur selten kam Geldern zum Angriff und scheiterte dann meistens noch am Block. Im Hintergrund: Neuzugang
Joelle Pospiech.

Viel zu tun gab's für Libero Nadja Peters im Spiel gegen Essen, nachdem Gianna Castiglione notgedrungen das Zuspiel übernommen hatte.

 

 

 

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