A1 weibl. - Archiv - Saison 09/10


hintere Reihe (v.l.n.r.): Ulrike Zwingmann (Trainerin), Alex Friedrich, Lisa Simanzik, Joelle Pospiech, Markus Lülf ("studyarts"), Jana Kruska, Jenny Heisel
vordere Reihe: Nadja Peters, Frauke Bartonitz, Gianna Castiglione, Isabelle Zwingmann, Julia Röchner, Katharina Friedrichs (Trainerin)

Westdeutsche Meisterschaft: 0. Spieltag - 14.03.2010 - weibl. A1
SG FdG Herne - SG Remscheid/Ronsdorf 2 - 0 ( 25:13 25:15 )
SG FdG Herne - Erkelenzer VV 2 - 0 ( 25:5 25:20 )
SG FdG Herne - VC Essen-Borbeck 2 - 0 ( 25:21 25:23 )
SG FdG Herne - SCU Lüdinghausen 0 - 2 ( 16:25 20:25 )
SG FdG Herne - ASV Senden 2 - 0 ( 25:17 25:16 )

Bronze zum Abschied aus dem Jugendspielbetrieb

Mit einer weiteren Bronzemedaille bei der Westdeutschen Meisterschaft am 13./14.03.2010 in Remscheid haben die FdG-Girls ihre Jugendspielerkarriere beendet. Einmal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze lautet die stolze Bilanz der vergangenen Jahre. Nur Bayer Leverkusen war mit seinem 91er Jahrgang erfolgreicher in NRW. Alle anderen etablierten Vereine haben sie hinter sich gelassen und so ganz nebenbei die Stadt Herne wie auch die Sportgemeinschaft Friedrich der Große selbst über die Landesgrenzen hinaus zu einem Markenzeichen für Volleyball gemacht.

Wurde bei ihrem ersten WDM-Auftritt im Jahre 2002 noch vorsichtig gefragt, wo Herne überhaupt liegt, waren sie nunmehr als NRW-Liga-Meister an Nr. 1 gesetzt und trugen damit für viele Zuschauer die Favoritenbürde. Insider wussten indes, dass spätestens im Halbfinale Schluss sein würde. Denn was unter dem Namen SCU Lüdinghausen antrat, hatte mit dem NRW-Liga Konkurrenten nichts mehr zu tun. Aufs Feld ging nämlich eine Auswahl von Bundesliga- und Jugendnationalspielerinnen aus ganz NRW, die ausschließlich zu dem Zweck zusammengezogen wurden, endlich mal wieder einen DM-Titel nach Nordrhein-Westfalen zu holen und die Chancen dürften nicht schlecht stehen. Selbst Titelverteidiger Bayer Leverkusen scheiterte im Finale und die sind immerhin amtierender Deutscher Vizemeister.

Doch zunächst galt es, überhaupt ins Halbfinale einzuziehen und der Weg dahin sollte noch steinig werden. Bei der Auslosung für die Vorrunde hatte Fortuna mit dem Ausrichter und dem Erkelenzer VV noch ihr Füllhorn über Herne ausgeschüttet und zwei Pflichtsiege waren die Folge. Bei der anschließenden Auslosung der Viertelfinalbegegnungen hingegen blieb das Füllhorn zu. Mit dem VC Essen-Borbeck stand der Halbfinalgegner des Vorjahres auf der anderen Netzseite, der überraschenderweise in der Vorrunde gegen den ASV Senden unterlag und damit als Gruppenzweiter in den Lostopf kam.

Nach ausgeglichenem Beginn konnte sich Essen im ersten Satz beim Stande von 7:7 auf 11:7 absetzen und alle glaubten schon, dass Borbeck erfolgreich Revanche für die Halbfinalniederlage im Jahre 2009 nehmen wird. Doch die FdG-lerinnen kämpften sich in die Partie zurück und glichen bei 17 Zählern aus, um sich anschließend das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen zu lassen.

Im zweiten Satz lag Herne zunächst vorne und Essen glich bei acht Zählern aus. Was folgte war ein Kopf-an-Kopf Rennen. Kein Ball wurde verloren gegeben. Selbst aus der Gerätegarage wurden noch abgefälschte Bälle gefischt und zurückgebracht. Am Ende hatte Herne die stärkeren Nerven und es kam damit zum erwarteten Halbfinale gegen Lüdinghausen.

Nach etwas nervösem Beginn gegen die überwiegend aus Bundesligaspielerinnen des USC Münster rekrutierte und dementsprechend eingespielte Truppe aus „Lüdinghausen“ lagen die FdG-Juniorinnen schnell 1:6 zurück, kämpften sich aber zurück und glichen zum 6:6 aus, bevor die Union erneut davonzog. Gegen die enorm großen Gegnerinnen konnte nur Schnelligkeit helfen und immer dann, wenn schnell kombiniert wurde, kam Lüdinghausen in Bedrängnis. Leider trauten sich die Hernerinnen nicht, ihr gesamtes Potenzial an schnellen Staffeln abzurufen und bei einer relativ hohen Eigenfehlerquote gab’s leider nur 16 Punkte im ersten Durchgang.

Etwas anders sah das schon im zweiten Satz aus. Der Respekt war endgültig abgelegt und wieder glich Herne bei sechs Zählern aus. Immer wieder wurde Joelle Pospiech angespielt, der es am besten gelang, die Lücke im Megablock der Gegner zu finden. Dazu einige schnelle Staffeln und wieder wankte die Übermacht. Mitten in der Aufholjagd zum Ende des zweiten Durchgangs brachte ein Blackout des ersten Schiedsrichters die Mädels aus dem Rhythmus. Erst der zweite Schiedsrichter verschaffte dem Protest von Spielführerin Jana Kruska Gehör. Der Spielzug wurde zwar wiederholt, doch der Schwung war leider weg. Schade eigentlich.

Trotz der Niederlage waren nach verwandeltem Matchball nur lachende Gesichter auf dem Herner Feld zu sehen und die Mädels wurden zu Recht von den mitgereisten Fans gefeiert. Einem solchen Gegner Paroli bieten zu können, will schon was heißen.

Im anschließenden Spiel um Platz 3 gegen den ASV Senden gab’s dann noch was für die Galerie. Traumhafte Kombinationen ließen den unbedingten Willen erahnen, sich mit einer Medaille aus dem Jugendspielbetrieb zu verabschieden und so hatte Senden nicht den Hauch einer Chance.

Es spielten: Melina Aven, Frauke Bartonitz, Gianna Castiglione, Alex Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Nadja Peters, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik, Isabelle Zwingmann



Fotostrecke: WDM 2010


Neues Gesicht auf der Trainerbank: Markus Rau musste Katharina Friedrich, die selbst ein Zweitligaspiel hatte, im Viertelfinale gegen Essen vertreten


Immer wieder gelang es Joelle Pospiech den SCU-Block zu überwinden


Lisa Simanzik tat es ihr im Spiel gegen Senden nach


Nur zufriedene Gesichter trotz der Niederlage gegen Lüdinghausen


Mit Bronze verabschieden sich die Mädels aus dem Jugendspielbetrieb. FdG sagt Danke - war `ne super Zeit mit euch

NEW-Liga: 4. Spieltag - 06.12.2009 - weibl. A1
SG FdG Herne - ASV Senden 2 - 0 ( 25:17 25:22 )
SG FdG Herne - RC Sorpesee 2 - 1 ( 17:25 25:9 17:15 )

Herne behält weiße Weste

Eigentlich war der Drops ja schon vor dem letzten Spieltag gelutscht. Herne war bereits für die Westdeutsche qualifiziert und von den beiden Gegnern hatte nur noch Sorpesee mit Schützenhilfe eine rein hypothetische Chance. Spannende Spiele waren also allenfalls in den anderen Spielorten zu erwarten, nicht aber in Herne. So plätscherte der erste Satz im Auftaktspiel gegen Senden auch nur so dahin. Der ASV kämpfte nicht wirklich und die FdG-Girls hatten leichtes Spiel. Die Wende dann im zweiten Durchgang. Diesmal legte Senden vor und Herne wurde erst in der Auszeit bei 9:15 von Trainerin Katharina Friedrich wachgerüttelt. Folge war eine furiose Aufholjagd mit Einstand bei 22 Zählern, dem bereits kurze Zeit später der Satz- und Matchball folgte.

Nachdem Sorpesee im Spiel gegen Senden einen Satz abgegeben und damit die letzte Chance auf die direkte Qualifikation endgültig verspielt hatte, erwartete eigentlich jeder nur noch ein Pflichtspiel mit Pflichtsieg für Herne. Weit gefehlt. Der RCS nutzte die Gelegenheit, dem Tabellenführer zu zeigen, dass mit ihnen auch nach dem Weggang dreier Spielerinnen nach Leverkusen noch zu rechnen ist. Bis die Hernerinnen das realisiert hatten, stand es auch schon 10:1 gegen sie und dieser Rückstand konnte nicht mehr eingeholt werden. Das umgekehrte Bild dann im zweiten Durchgang. Die FdG-lerinnen stellten unter Beweis, warum sie die Tabelle anführen. Nicht einmal zehn Punkte waren dem RCS vergönnt. Und auch im Tiebreak sprach alles zunächst für Herne. Dem Seitenwechsel bei 8:4 Punkten folgte jedoch ein offener Schlagabtausch. Sorpesee spielte sich in einen Rausch. Herne hielt dagegen, wehrte zwei Matchbälle ab, vergab selbst einen, um in der Verlängerung des Tiebreaks dann doch noch das glücklichere Ende für sich zu verbuchen.

Ungeschlagen führt Herne am Saisonende also die NRW-Liga an und ist damit für die Westdeutsche Meisterschaft an Nr. 1 gesetzt.

Es spielten: Melina Aven, Alex Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Nadja Peters, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik


Sage und schreibe sechs ASV-Hände recken sich hier Jana Kruska entgegen


Doch auch die Blockarbeit von Herne ließ sich -zumindest ab dem zweiten Satz gegen RCS - sehen

NRW-Liga: 2. Spieltag - 02.12.2009 - weibl. A1
VC Essen-Borbeck - SG FdG Herne 0 - 2 ( 18:25 22:25 )

WDM-Qualifikation vorzeitig eingefahren

Im Nachholspiel der weiblichen U20 setzten sich FdG-Girls mit einem glatten 2:0 Sieg gegen VC Essen-Borbeck durch. Damit verteidigten sie nicht nur die Tabellenführung in der NRW-Liga, sondern qualifizierten sich zugleich vorzeitig für die Westdeutsche Meisterschaft am 13./14.03.2010 in Remscheid.

Mit diesem Erfolg war nicht unbedingt zu rechnen, da Herne verletzungsbedingt mit einem Rumpfteam von gerade einmal sechs Feldspielern plus Libero nach Essen reisen musste, um dort festzustellen, dass den VCB das gleiche Schicksal ereilt hat. Zeit für die Edelreservisten also, sich zu empfehlen und das taten sie auch – auf beiden Seiten des Netzes.

Nach einem Kopf an Kopf Rennen im ersten Durchgang war es Melina Aven, die mit dem Einstand bei sieben Punkten vier platzierte Angaben übers Netz brachte und Herne damit auf die Siegerstraße. Den Vorsprung konnte Borbeck nicht mehr einholen. Sieben Punkte waren es am Ende sogar. Ein ähnliches Bild im zweiten Durchgang, allerdings mit dem Unterschied, dass beide Teams nun richtig in Fahrt kamen und keinen Ball mehr verloren gaben. Allein der Kampf zum 12:11 dauerte mehrere Minuten, in denen Volleyball vom Feinsten geboten wurde. Am Ende konnte Essen diesen Bigpoint zwar für sich verbuchen, doch Herne gab nicht auf, konnte sich sogar auf 22:20 absetzen, bevor Borbeck erneut ausglich, um dann Satz und Spiel doch noch abzugeben.

Es spielten: Melina Aven, Alex Friedrich, Jana Kruska, Nadja Peters, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik


In Topform präsentierte sich Joelle Pospiech sowohl in der Abwehr ...


... als auch im Angriff.

NRW-Liga: 3. Spieltag - 08.11.2009 - weibl. A1
USC Münster - SG FdG Herne 0 - 2 ( 17:25 21:25 )
SCU Lüdinghausen - SG FdG Herne 0 - 2 ( 20:25 22:25 )

Zwei weitere Siege auf dem Weg zur WDM

Mit zwei weiteren Siegen haben die U20-Mädels ihre Tabellenführung in der NRW-Liga gefestigt und sind der direkten Qualifikation für die Westdeutsche Meisterschaft ein gutes Stück näher gekommen.

Bereits im ersten Spiel gegen den USC Münster ließ das von Katharina Friedrich trainierte Team keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie nicht mehr als zwei Sätze spielen wollten. Begünstigt wurde ihre Ansage allerdings dadurch, dass Münster mit einem Rumpfteam aus gerade mal sechs Spielern plus Libero antrat und von daher keinerlei Wechselmöglichkeiten hatte. Angesichts dessen zog Herne von Beginn an davon und musste sich dabei noch nicht einmal weit aus dem Fenster lehnen. Zwar kam der USC nach einem 6:11 Rückstand noch mal auf 13:14 heran, doch Coach Friedrich stellte ihr Team in der Auszeit neu ein und für Münster gab’s nur noch vier weitere Punkte. Fast etwas zu mutig verbannte Katharina Friedrich im zweiten Durchgang ihre Schwester Alex schon bei einer 8:4 Führung auf die Bank und wechselte auch nicht zurück, als Münster bei 18 Zählern ausglich. Auch in dieser Situation wirkte die Auszeit und Herne machte den Sack in unveränderter Besetzung zu.

Noch einen Namen weniger auf dem Spielberichtsbogen hatte der SC Union Lüdinghausen in der zweiten Begegnung des Tages. Gleichwohl zog Union zunächst mit sechs Punkten davon, bevor die jungen FdG-lerinnen überhaupt wach wurden. Punkt für Punkt holte Herne auf und dem Ausgleich bei 11 Zählern folgte eine 16:11 Führung. Zwar kam Lüdinghausen noch mal bis auf zwei Punkte heran, am Ende aber war der alte Abstand wieder hergestellt. Auch im zweiten Durchgang konnte Lüdinghausens Schmalspurbesetzung keine wesentlichen Akzente setzen. Ein Aufbäumen zum Ende brachte nicht den erhofften Satzgewinn und Herne nahm die Punkte mit nach Hause.

Es spielten: Melina Aven, Frauke Bartonitz, Gianna Castiglione, Alex Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Nadja Peters, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik, Isabelle Zwingmann


Sauber am Block vorbei schlägt Alex Friedrich


Volle Konzentration auf die Annahme: Melina Aven


Megablock von Julia Röchner und Jana Kruska

NRW-Liga: 2. Spieltag - 04.11.2009 - weibl. A1
SG FdG Herne - TSV Bayer 04 Leverkusen 2 - 1 ( 25:20 25:27 15:13 )

Knapper Sieg im Spitzenspiel

Im Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger Bayer Leverkusen konnten die FdG-Girls etwas glücklich, insgesamt aber verdient, ihre Tabellenführung verteidigen und damit zugleich den amtierenden Deutschen Vizemeister erstmals seit zwei Jahren wieder bezwingen.

Zwar musste Leverkusen ohne die verletzte Anna Karthaus ans Netz, dafür aber verstärkt mit einigen Topspielerinnen, die in der letzten Saison noch das Trikot des RC Sorpesee trugen, allen voran Linkshänderin Isabelle Schneider, die in der Leistungsklasse nach dem Rückzug von Iserlohn aus der zweiten Bundesliga nunmehr für Bayer punktet und gut und gerne in Lage ist, auch mal ein Spiel alleine zu entscheiden. Doch davon ließen sich die Zwingmann-Schützlinge nicht beeindrucken, im Gegenteil: Je stärker der Gegner, umso höher der Spaßfaktor. Getreu diesem Motto legten sie los und die vorgelegten Gästepunkte waren schnell egalisiert und in eine eigene Führung umgemünzt, die bis zum Schluss des ersten Durchganges auch nicht mehr hergegeben wurde. Dabei hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können, wäre da nicht die ungewöhnlich hohe Eigenfehlerquote beim Aufschlag gewesen. Aber auch Leverkusen musste der Umstrukturierung seines Teams Tribut zollen. Abstimmungsprobleme waren unverkennbar.

Bis zur Mitte des zweiten Satzes sah alles nach einer klaren Sache für Herne aus. Mit gefälligen Kombinationen wurde Leverkusens Abwehr ausgespielt und die Führung sogar auf bis zu sieben Punkte ausgebaut. Doch es kam, wie es kommen musste: Wenn man den Gegner im Griff zu haben glaubt, schleichen sich Unkonzentriertheiten ein und diesmal war die Abwehr betroffen. Eine daraus resultierende Angabenserie von Isabelle Schneider brachte Leverkusen wieder ins Spiel. Punkt für Punkt schmolz der Herner Vorsprung dahin. Die FdG-Mädels wurden zwar rechtzeitig wieder wach, doch die von der Aufholjagd euphorisierten Farbenstädter spielten nunmehr wie aus einem Guss. Ein offener Schlagabtausch war die Folge. Beide Teams schenkten sich fortan nichts mehr. Auf beiden Seiten des Netzes wurde um jeden Ball gekämpft. Das war schon Volleyball auf höchstem Niveau. Die so genannten Bigpoints gingen in dieser Phase des Spiels aber allesamt an den Gegner und zwei etwas übertrieben pingelige Entscheidungen des Schiedsgerichts in Folge sorgten bei 23 Zählern für eine Leverkusener Führung. Doch die FdG-lerinnen bewiesen Moral, gaben nicht auf, kämpften weiter, erspielten sich sogar noch einen Matchball, um den Satz am Ende dann doch noch etwas unglücklich an Leverkusen abzugeben – Tiebreak.

Nach der schnellen 3:0 Führung von Bayer im Entscheidungssatz glaubte kaum jemand mehr an einen Herner Sieg. Doch die Skeptiker hatten die Rechnung ohne die Mädels gemacht. Die hatten den zweiten Durchgang schnell abgehakt und leisteten der drohenden Niederlage massiv Widerstand, erkämpften sich bis zum Seitenwechsel sogar eine 8:6 Führung. Leverkusen erhöhte den Druck, Herne hielt dagegen. Dennoch glich Bayer bei 12 Zählern aus. Dramatik pur und Auszeit von Trainerin Zwingmann, um den Sturmlauf der Rheinländerinnen zu bremsen. Die Taktik ging auf. Herne hatte am Ende denkbar knapp die Nase vorn und bleibt Tabellenführer.

Es spielten: Melina Aven, Frauke Bartonitz, Gianna Castiglione, Alex Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Nadja Peters, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik, Isabelle Zwingmann


Trotz Libero in der Abwehr unersetzlich: Gianna Castiglione


Gute Nerven brauchten die Fans, bekamen dafür aber auch Volleyball vom Feinsten zu sehen


So sehen Sieger aus - unmittelbar nach verwandeltem Matchball

NRW-Liga: 1. Spieltag - 13.09.2009 - weibl. A1
SG FdG Herne - TV Hörde 2 - 0 ( 25:11 25:10 )
SG FdG Herne - SV BW Dingden 2 - 0 ( 25:18 25:23 )

Auftakt nach Maß

Gut erholt zeigten sich die FdG-Mädels nach der etwas unglücklichen Tiebreak-Niederlage vom Vortag in der Oberliga gegen den SCU Lüdinghausen. Ebenso variables wie flottes Angriffsspiel gepaart mit starker Block- und Feldabwehr ließen die Dortmunderinnen im ersten Spiel des Tages schnell erkennen, dass es in Herne nicht viel zu holen gab, zumindest nicht gegen die Sportgemeinschaft. Dass der NRW-Liga Neuling dabei gar nicht schlecht gespielt hat, zeigte die zweite Begegnung gegen den SV BW Dingden, welche der TV überraschenderweise im Tiebreak für sich entscheiden konnte. Doch das aus FdG-Sicht recht deutliche Ergebnis resultierte halt nicht aus der Schwäche des Gegners, sondern daraus, dass Herne sich auf seine Tugenden besann und bereits mit druckvollen Angaben den TV von vornherein nicht ins Spiel kommen ließ. Wenn es mal gelang, wehrte der Herner Block entweder ab oder zwang den Gegner zu riskanten Angriffsschlägen, die dann häufiger jenseits der Linie landeten. All das führte dazu, dass Hörde von einem Überraschungssieg ganz weit entfernt blieb und in beiden Durchgängen nur knapp den zweistelligen Bereich der Anzeigentafel erklomm.

Überraschender war da schon der Blick auf die Trainerbank. Denn dort nahm neben Ulrike Zwingmann Katharina Friedrich Platz, die bereits in der Vorwoche das Jugendtraining übernommen hatte, nachdem Monika Bando aus beruflichen Gründen den Dienst quittieren musste. Katharina ist die ältere Schwester von Alex Friedrich und spielt für den Gladbecker TV in der 2. Bundesliga. Das Resultat gegen den TV Hörde kann man dann wohl als einen guten Einstand bezeichnen.

Das war’s dann auch fast schon mit den Überraschungen, sieht man einmal davon ab, dass Neuzugang Frauke Bartonitz erstmals im Libero-Trikot auf dem Feld stand, weil Nadja Peters weiterhin auf der Krankenliste steht und Gianna Castiglione aus privaten Gründen vorzeitig das Feld verlassen musste. Nervös wäre sie allenfalls gestern bei ihrer Oberligapremiere auf dieser Position gewesen, gestand sie vor dem Spiel ein und löste ihre Aufgabe anschließend souverän, obwohl das gar nicht so einfach war. Dingden stand nach der unerwarteten Niederlage gegen Hörde mit dem Rücken zur Wand und im Rennen um die begehrten Qualifikationsplätze für die Westdeutsche Meisterschaft musste jetzt ein Sieg her. Dementsprechend engagiert gingen die Blauweißen zur Sache, doch Herne hielt dagegen, knüpfte trotz der Umstellung nahtlos an die Leistung im ersten Spiel an. 25:12 hätte das Ergebnis des ersten Satzes gut und gerne lauten können, bevor Dingden sechs Punkte in Serie holte, um die siebte Angabe dann zu verschlagen. Euphorisiert von der Aufholjagd ging es in den zweiten Durchgang. Doch die anfängliche Führung wurde von Herne schnell egalisiert, der Vorsprung konsequent ausgebaut. Doch Dingden gab nicht auf, legte erneut einen phänomenalen Schlussspurt hin, um dann doch denkbar knapp die Überraschung zu verpassen.

Es spielten: Frauke Bartonitz, Gianna Castiglione, Alex Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik, Isabelle Zwingmann


Verbissen wehrt sich Jana Kruska gegen einen Hörder Angriff


Augenmaß beweist Jenny Heisel und umspielt den BWD-Block


erstmals im Libero-Trikot: Neuzugang Frauke Bartonitz

 

 

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