A1 weibl.

NRW-Liga: 4. Spieltag - 07.12.2008 - weibl. A1
SG FdG Herne - RC Sorpesee 2-1 (25:18, 24:26, 15:12)
SG FdG Herne - SV BW Dingden 2-0 (25:21, 25:26)

weibl. A-Jugend sichert sich den zweiten Tabellenplatz und die WDM-Teilnahme in Ibbenbüren

Mit zwei weiteren Siegen gegen RC Sorpesee und SV BW Dingden schließt die weibliche A-Jugend die Saison auf Platz zwei in der NRW-Liga hinter Bayer Leverkusen ab und hat sich damit zugleich direkt für die Westdeutsche Meisterschaft am 28.02./01.03.2009 in Ibbenbüren qualifiziert.

Spannend verlief die erste Partie gegen die Sauerländerinnen. Sorpesee beeindruckte wie immer mit erfrischendem Angriffsvolleyball. Druckvolle Angaben insbesondere von Lisa Schulte-Schmale machten den Hernerinnen hier und da zu schaffen, zumal Abwehrspezialistin Nadja Peters immer noch erkrankt ist, FdG somit ohne Libero auskommen musste. Und wenn eine Laura Feldmann aus dem Hinterfeld abspringt, der Ball aber mitten im Herner Feld einschlägt, dann sieht das nicht nur gut aus, sondern ist zudem äußerst effektiv. Genau das gelang aber nicht immer, denn insbesondere Jenny Heisel hatte was dagegen und blockte weg, was nur ging. Das war auch gut so, denn wenn der Ball durchkam, hatte die Feldabwehr kaum noch eine Chance und ohne Libero schon gar nicht. So entwickelte sich das, was gemeinhin als offener Schlagabtausch bezeichnet wird, sehr zur Freude des Publikums. Bis zum 15:15 herrschte im ersten Satz völlige Ausgeglichenheit, bevor Herne davonziehen konnte und auch der zweite Durchgang verlief ähnlich. 9:9, 16:16, 20:20 hießen die Stationen, dann konnte Herne erstmals in Führung gehen und alles sah schon nach einem Zweisatzsieg aus. Doch der RCS bäumte sich nochmals auf und hatte dann auch das glücklichere Ende für sich – Tiebreak. Auch hier dasselbe Bild: Volleyball vom Feinsten und ein Kopf an Kopf Rennen bis zum 11:11, bevor Isi Zwingmann mit drei geradewegs filigranen Angaben für die Vorentscheidung sorgte. 15:12 für FdG hieß es kurze Zeit später und die direkte Qualifikation für die Westdeutsche war unter Dach und Fach.

Aber auch das zweite Spiel mit FdG-Beteiligung sollte spannend werden. Nachdem sich der SV BW Dingden zuvor unerwartet und denkbar knapp im Tiebreak gegen Sorpesee durchgesetzt hatte, fehlte den Blau-Weißen nur noch ein einziger Satz, um Sorpesee vom vierten Tabellenplatz, der ebenfalls zur direkten Teilnahme an der Westdeutschen Meisterschaft berechtigt, zu verdrängen. Dementsprechend motiviert ging Dingden ins Spiel und zunächst auch in Führung. Doch Herne konterte, glich bei sechs Zählern aus und erhöhte bis zum Ende auf vier Punkte Vorsprung. Im zweiten Durchgang gaben die Blau-Weißen noch mal alles, aber spätestens hier zeigte sich, dass das Spiel gegen Sorpesee zuviel Kräfte gekostet hatte. Bis zum 10:10 konnten sie noch mithalten, dann zog Herne davon und sicherte damit dem RCS den letzten direkten Qualifikationsplatz für Ibbenbüren. Dingden muss damit in die Qualifikationsrunde, dürfte mit der heute gezeigten Leistung aber sicherlich auch dabei sein.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann


Nicht nur im Angriff, sondern insbesondere mit tadelloser Blockarbeit sicherte Jenny Heisel heute jede Menge Punkte


Ein Spielstand, der eigentlich jeden Bericht ersetzt


Nimmt Maß und schlägt zu: Joelle Pospiech


weibl. A-Jugend NRW-Liga - 3. Spieltag – 02.11.2008

SG FdG Herne – USC Münster 2–0 (25-20, 25-14)
SG FdG Herne – TSV Bayer 04 Leverkusen 1–2 (25-21, 20-25, 17-19)

Mit einem deutlichen Sieg gegen den USC Münster und einer äußerst knappen Niederlage gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen machte die weibliche U20 einen weiteren Schritt in Richtung „direkte Qualifikation“ für die Westdeutsche Meisterschaft am 28.02./01.03.2009.

Da parallel zum heutigen NRW-Liga-Spieltag das WVV-Pokalfinale stattfand, musste der USC Münster heute ohne seine Bundesligaspielerinnen auskommen. Gegen die so geschwächten Münsteraner hatte das FdG-Team keinerlei Probleme. Lediglich in der Startphase gelang es dem USC, einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Der schmolz jedoch ebenso schnell wieder hin wie Butter in der Mikrowelle. Punkt für Punkt bauten die Hernerinnen  ihre Führung aus und bei 20 Münsteraner Zählern war Schluss. Ein ähnliches Bild im zweiten Satz. Bis zum siebten Punkt konnte Münster noch einigermaßen mithalten, dann folgte der Einbruch. 25:14 hieß es kurze Zeit später.

Mit nahezu demselben Ergebnis wurde Münster im unmittelbar anschließenden Spiel von Bayer Leverkusen nach Hause geschickt, so dass die letzte Begegnung des Tages zum erhofften Spitzenspiel wurde, zumal mit Herne und dem Favoriten Leverkusen die beiden bislang noch ungeschlagenen Tabellenführer aufeinander trafen.

Personalprobleme hatte Leverkusen jedenfalls nicht. Die gleich mit fünf Zweitligaspielerinnen angereisten Rheinländerinnen wurden ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht. 3:7 stand es kurz nach Beginn bereits aus Herner Sicht: Auszeit. Was Trainerin Zwingmann ihren Schützlingen mit auf den Weg gab, ist nicht überliefert, hat aber wohl geholfen. Ebenso motiviert wie konzentriert holten die FdG-lerinnen auf, glichen bei 16 Zählern aus, um dann in Führung zu gehen. In dieser Phase spielte Herne wie aus einem Guss. Selbst aus der Bedrängnis heraus machten sie noch Zählbares. Insbesondere Alex Friedrich ließ es sich nicht nehmen, gegen ihre Ex-Mannschaftskolleginnen von Bayer zu punkten und immer wieder wurde auch Jenny Heisel von Zuspielerin Julia Röchner in Szene gesetzt, die sich ihrerseits mit sehenswerten Abschlüssen bedankte. Selbst von zwei Auszeiten bei 18:16 und 21:17 ließen sich die Hernerinnen nicht mehr aus der Spur bringen und der Satzgewinn war der verdiente Lohn.

Und Herne konnte sogar noch zulegen. Beim Stande von 10:5 im zweiten Durchgang sah es schon nach einem Desaster für Leverkusen aus, doch die „Bayerinnen“ konnten das Blatt noch mal wenden, starteten ihrerseits beim Stande von 13:8 eine furiose Aufholjagd, glichen bei 18 Punkten aus und erzwangen mit 25:20 den Tiebreak und der hatte es in sich, war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Stationen: 3:0 Führung für Herne, Ausgleich durch Leverkusen, erneute Führung von Herne, Seitenwechsel beim Stande von 8:5, Angabenserie von Anna Karthaus, 8:10, 10:12, erster Matchball beim Stande von 13:14 abgewehrt, Matchball für Herne abgewehrt, zweiter Matchball für Leverkusen abgewehrt usw. Was beide Teams hier boten war Volleyball vom Feinsten und würde es in diesem Sport ein Unentschieden geben, dieses Spiel hätte es verdient gehabt. Letztlich jedoch konnte Leverkusen das glücklichere Ende für sich verbuchen und beendete den Krimi mit 19:17.

In der Tabelle bleibt damit alles beim Alten. Leverkusen behält seinen ersten Platz und Herne den zweiten.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Nadja Peters, Julia Röchner, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann


Elegant am Münsteraner Block vorbei geschlagen: Jana Kruska


Vom Schiedsgericht übersehen wurde diese Netzberührung von Anna Karthaus, die im Übrigen aber durch tadellose Leistung bestach und Bayer Leverkusen in kritischen Situationen immer wieder nach vorne brachte.


Scheitert am Bayer-Block: Gianna Castiglione

weibl. A-Jugend NRW-Liga - 2. Spieltag – 19.10.2008

SCU Lüdinghausen – SG FdG Herne 1–2 (16-25, 25-19, 9-15)
VC Bottrop 90 - SG FdG Herne 0–2 (13-25, 19-25)

Mit vier weiteren Punkten im Gepäck kehrte die weibliche A-Jugend auch am zweiten Spieltag nach Herne zurück.

In der Auftaktbegegnung gegen Gastgeber Lüdinghausen sah alles zunächst nach einer klaren Sache für Herne aus. Ein Sieben-Punkte-Vorsprung war bereits bei zwölf Zählern erreicht und wurde bis zum Schluss sogar ausgebaut und auch im zweiten Durchgang sah es beim Stande vom 9:5 nicht gut aus für die Gastgeber. Doch dann riss der Faden im Herner Spiel, Lüdinghausen gewann plötzlich die Oberhand und holte Punkt für Punkt auf. Dass ein Trainer so was nicht gerne sieht, ist klar, aber mit der Entscheidung, zuerst Alex Friedrich vom Feld zu holen und dann auch noch Gianna Castiglione, tat Coach Monika Bando sich, den Einwechselspielern und dem Team insgesamt keinen Gefallen. Dieses Experiment war bereits am Vortage im Verbandsligaspiel gegen TV Gladbeck II gescheitert und war auch diesmal zum Scheitern verurteilt. Lüdinghausen spielte sich geradewegs in einen Rausch, dem Herne bis zum Schluss nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Offenbar in der Erkenntnis, hier einen Fehler gemacht zu haben, bekam die Start-Sechs von Trainerin Bando im Tiebreak eine zweite Chance, musste nun aber gegen die durch den unverhofften Satzgewinn stark euphorisierten Lüdinghausener richtig kämpfen. Bis zum Seitenwechsel beim Stande von 8:7 aus Herner Sicht war es ein Kopf-an-Kopf Rennen. Nunmehr wurde nicht nur auf Herner Seite jeder Ball vom Boden gekratzt, sondern auch von den 81m², die Lüdinghausen zu verteidigen hatte. Allzu oft ging in dieser Phase auf beiden Seiten verfrühter Jubel los, der in einem respektvollen Raunen endete, weil der Angriff doch noch abgewehrt werden konnte. Das war Volleyball vom Feinsten, was beide Teams da boten. Mit dem Seitenwechsel war der SCU im wahrsten Sinne des Wortes niedergekämpft und Herne konnte den Tiebreak dann noch recht deutlich auf der Habenseite verbuchen.

Im zweiten Spiel des Tages stand der VC Bottrop auf der anderen Netzseite und der schien angesichts des zuvor Ges(ch)ehenen traumatisiert. Das eröffnete Trainerin Bando neue Möglichkeiten zum Experimentieren und diesmal gelang das auch. Im zweiten Satz blieben sogar mit Gianna Castiglione, Alex Friedrich und Jana Kruska gleich drei Stammspielerinnen auf der Bank, während auf dem Feld die halbe B-Jugend spielte und Selbstbewusstsein tanken konnte. Ausgewechselt wurde nicht mehr und dennoch ein 25:19 eingefahren.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Joelle Pospiech, Jana Kruska, Nadja Peters, Julia Röchner, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann

 


Schön herausgespielt war der SCU-Angriff, die anschließende Netzberührung kostete jedoch den Punkt.


Gut in Form zeigte sich Isabelle Zwingmann, die selbst aus dieser Situation noch Zählbares machte.


Da wollte Bottrop schon anfangen zu jubeln, doch Libero Nadja Peters vereitelte den Punkt

Weibl. A-Jugend NRW-Liga - 1. Spieltag - 31.08.2008


VC Essen-Borbeck – SG FdG Herne 1–2 (26-24, 15-25, 8-15)
VC Eintracht Geldern - SG FdG Herne 0–2 (8-25, 7-25)



Es gibt Tage im Leben einer Trainerin, da hätte frau besser zu Hause die Füße hochgelegt. So oder ähnlich dürfte es Ulrike Zwingmann zumindest am Morgen des ersten Spieltages gegangen sein.

Ausgerechnet Zuspielerin Julia Röchner quittierte aufgrund eines fiebrigen Infektes den Dienst am Ball und gleich im ersten Spiel ging es gegen keinen geringeren Gegner als den Westdeutschen Meister und DM-Dritten VC Essen-Borbeck. Mit Isabelle Zwingmann, die Julia Röchner möglicherweise hätte ersetzen können, Jenny Heisel und Neuzugang Joelle Pospiech waren leider drei weitere Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen. Von daher blieb keine andere Wahl, als die eigentlich in der Abwehr dringend benötigte Gianna Castiglione auf die Zuspielposition zu setzen und die erwies ihrem bekannt guten Ruf als Universalspielerin mal wieder alle Ehre.

Einen Satz brauchte das zwangsweise neu formierte Team, um sich zu finden, dann gab's kein Halten mehr. Bereits das äußerst knappe Ergebnis des ersten Durchganges belegte deutlich, dass Essen auch mit einer "Notbesetzung" schlagbar war. Gianna Castiglione wuchs immer mehr in ihre neue Aufgabe hinein und setzte den Angriff teilweise brillant in Szene. Dementsprechend deutlich ging der zweite Satz an Herne und auch im folgenden Tiebreak ließen die jungen FdG-lerinnen nichts mehr anbrennen. Der VC Eintracht Geldern, gegen den sie in der letzten Saison noch mit 0:2 verloren hatten, kassierte im zweiten Spiel des Tages sogar die Höchststrafe: zweimal einstellig.

Nachmittags konnte die Trainerin dann tatsächlich ihre Füße hochlegen, allerdings in der erfreulichen Erkenntnis, dass es notfalls auch ohne ihre "Trickkiste" (O-Ton Zwingmann über Zuspielerin Julia Röchner) geht und das ist ein sanftes Ruhekissen.

Es spielten: Melina Aven, Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Joelle Pospiech, Jana Kruska, Nadja Peters, Lisa Simanzik und Isabelle Zwingmann

Nur selten kam Geldern zum Angriff und scheiterte dann meistens noch am Block. Im Hintergrund: Neuzugang
Joelle Pospiech.

Viel zu tun gab's für Libero Nadja Peters im Spiel gegen Essen, nachdem Gianna Castiglione notgedrungen das Zuspiel übernommen hatte.

 

 

 

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